Radwege

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Radwege werden auch als Radwanderrouten oder touristische Radrouten bezeichnet. In Deutschland dienen diese Radwege hauptsächlich dem Fahrradtourismus und zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausgeschilderte Wegführungen besitzen, die in Radwanderkarten eingezeichnet sind. Radwege mit längeren Distanzen werden auch als „Fernradweg“ oder „Radfernweg“ bezeichnet. Das Wort Radroute wird auch häufiger im Zusammenhang mit beschilderter Wegführung für den Alltagsradverkehr genutzt. Der klassische Radweg an oder auf den Straßen unserer deutschen Städte, hat mit den Radwanderwegen aus dem touristischen Bereich nur bedingt etwas zu tun. Regional und national unterscheiden sich die Begrifflichkeiten ebenfalls. Radwanderweg und Radwanderroute beispielsweise findet man als Bezeichnung hauptsächlich in Süddeutschland und Österreich.

Radfernwege bzw. Fernradwege –

Zur Förderung des regionalen Tourismus werden, von den Landes- und kommunalen Tourismus-Marketing-Gesellschaften, gerne Radfernwege eingerichtet. Dafür gibt es eine Reihe von Mindest-Merkmalen, die der „Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club“ empfiehlt, z. B.: Eine eindeutige Namensgebebung, eine stimmige Streckenkonzeption, als Rundkurs oder Teil eines Radwegenetzes geplant, eine empfohlene Mindestlänge von 150 km, eine einheitliche und vor allem auch durchgängige Beschilderung und Streckenführung, wenig Verkehrsaufkommen und nicht zuletzt eine touristische Infrastruktur auf der gesamten Radroute.

Trotzdem gibt es natürlich viele weitere Faktoren die über die allgemeine Qualität eines solchen Radfernweges entscheiden. Dazu zählen Anstiege und Abfahrten auf den Strecken genauso wie die Beschaffenheit der Fahrbahnbeläge (wer fährt schon gerne stundenlang auf Schotter oder Kopfsteinpflaster) oder ein hohes Verkehrsaufkommen. Für einige Regionen gibt es Karten, die Hinweise auf solche Mängel bieten. Eine Internet-Datenbank wurde zu dieser sog. „unvermeidlichen Lückenergänzung“ jedoch bisher von den verantwortlichen Stellen nicht eingerichtet.

Radwege auf ehemaligen Bahntrassen oder entlang von Flüssen und Kanälen sind besonders beliebt, weil sie sich durch geringe Steigungen auszeichnen. Andere touristische Radrouten verbinden kulturelle Stätten (oder Landschafts- und Naturräume oder auch historisch interessante Schauplätze.

Themen-Radwege –

Tourismusverbände und Fremdenverkehrsämter setzen sich auch für die Gestaltung von Themenradrouten ein, da sich diese immer mehr Interessenten finden. Kultur-Denkmäler, geschichtsträchtige Orte oder interessante Naturräume sind häufig der Aufhänger für diese Radwege. Broschüren, Werbeanzeigen und Webseiten sollen die Fahrradtouristen in die eigene Region locken. Da hierbei die interessanteste Strecke das Ziel ist, sind solche touristischen Radrouten für den Alltagsradfahrer nicht unbedingt die erste Wahl, insbesondere, wenn die schnellste Verbindung das Hauptkriterium ist. Kürze oder Steigung der Strecke rückt bei diesen Routen eindeutig in den Hintergrund.